Greenpeace greift Nestlés Kitkat anDiejenigen unter euch, die demnächst planen, einen Kitkat-Riegel von Nestlé zu essen, sollten sich die Kampagne von Greenpeace nicht anschauen. Ansonsten könnte es nämlich im Hals stecken bleiben und das will ich tunlichst vermeiden. Für Nestlé dagegen ist diese Promotion mehr als abstoßend. Um dagegen anzukämpfen, setzte das Unternehmen Maßnahmen durch, um das Video aus dem Web hinauszuschießen. Vergeblich, wie es sich herausstellt.

Denn was passiert, wenn ein Video angeblicherweise wegen Copyright-Verletzung von diversen Plattformen entfernt wird? Es wird immer noch ein Weg gefunden, um es wieder hochzuladen und das Ganze endet in einem Katz und Maus Spiel. Das Konzerne nie eine Lektion daraus lernen, kennt man ja.

So geschah es, dass die Aktion von Greenpeace „Give rainforests a break“, europaweit mit Demonstrationen begleitet wurden, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erreichen. Da Greenpeace den viralen Effekt der sozialen Medien sehr gut kennt, wurden entsprechend auch fortlaufende Twitterfeeds auf der Kampagnenseite eingerichtet und ein Aufruf auf der Facebook-Fanpage von Kitkat durchgeführt. Nun, was macht Nestlé dagegen? Sicherlich ahnt Ihr es schon: Mit Hilfe einer Presserklärung auf der Coporate Website wurde versucht das Kitkat-Video irgendwie zu unterbinden. Hoffnungslos!

Greenpeace ist der Meinung, dass in der Produktion von Kitkat ein Palmöl verwendet wird, das dafür sorgt, dass in Indonesien Regenwälder gerodet werden. Und diese Wälder sind ein Lebensraum für Orang Utans. „Jeder Biss in einen Kitkat-Riegel zerstört das Leben der letzten Orang-Utans ein bisschen mehr”, so eine Greenpeace-Sprecherin.

Da der Image-Schaden von Nestlé sehr hoch angewachsen ist, hat man schlussendlich darauf reagiert und erläutert, dass man kein Palmöl verwenden wird, das zur Zerstörung des Regenwaldes beiträgt. Gleichzeitig soll auch die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten Sinar Mas beendet worden sein. Wie es sich aber herausgestellt hat, war dieses Unternehmen ohnehin nur für Indonesien zuständig. In Deutschland und anderen Ländern werde nur Palmöl benutzt, die mit Green Palm Zertifikaten gekennzeichnet sind und somit den nachhaltigen Anbau unterstützen.

Unternehmen, wie Nestlé, sollten nun aber daraus gelernt haben, dass bei einer Verhinderung zur Verbreitung von Videos, Menschen besonders aktiv werden. Denn, wer spricht sich, insbesondere bei solchen Aktionen, für eine Zensur?

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