Comedystreet, die bekannte Unterhaltungssendung auf ProSieben mit Simon Gosejohann, die seit 2002 ausgestrahlt wird, macht es vor: unverzeihliche Fun-Provokationen sind lustig, bleiben in den Köpfen haften und erzeugen Aufsehen! In jeder Serienfolge springt Gosejohann in den atemberaubendsten Kostümen und Outfits auf der Straße herum und erschreckt Menschen, erzeugt erstaunte Gesichter und fordert große Lacheffekte. Diese Serie merkt man sich einfach und ebenso den Serienmacher ProSieben. Dieses Phänomen heißt „Schock“, denn oftmals schockt Gosejohann seine „Opfer“ auf der Straße, bevor sich das breite Lächeln auf dem Gesicht äußert, diese Menschen vergessen den Tag niemals.

Auch die Werbung, insbesondere das Virale Marketing, schätzt dieses Phänomen und stützt daher ihre Kampagnen auf provokative, auffällige und dennoch extrem günstige Werbemaßnahmen, die direkt im Alltag eines jeden auftauchen, teilweise sogar mit Ereignissen aus dem Alltag vermischt werden.

Wer würde nicht auf eine Jeanshose in überdimensionaler Größe achten, die durch die Innenstadt marschiert, auch wenn dieses Highlight nicht in Deutschland stattfand?

Das virale Marketing ist eine relativ junge Form der Werbung, vielleicht könnte man sogar vermuten, dass ein Teil dieser Marketingideen geschichtlich aus Comedy-Serien wie Comedystreet entsprungen sind? Oder umgekehrt?

Ebenso wie Comedystreet ist auch das Virale Marketing noch nicht in aller Munde, obwohl es im Grunde einen „Knaller“ darstellt.

Während Comedystreet wohl eher eine anderweitige Zielgruppe anspricht wie die ARD Tagesthemen, muss auch nicht jeder Mensch diese Serie gesehen haben. Die Auswahl des Zielpublikums reicht völlig aus, um diese Sendung in Erfolg zu tauchen.

Ebenso verhält es sich mit Virale Marketing. Während ältere Generationen wohl eher den Schock-Effekt einer Guerilla-Werbekampagne wahrnehmen, erkennen jüngere Generationen schnell den Sinn und merken sich diesen Auftritt.

Virales Marketing richtet sich also an bestimmte Zielgruppen, wie jede andere Werbekampagne auch.